Informationen zur Einbürgerung

Kundin im persönlichen Gespräch mit einer Fachperson Einbürgerungen

Das Migrationsamt ist die erste Anlaufstelle im Kanton Basel-Stadt
für alle Einbürgerungsfragen.

Wo kann ich mich für das Schweizer Bürgerrecht bewerben?

Das Migrationsamt, Abteilung Einbürgerungen und Bewilligungen, ist die erste Anlaufstelle für ausländische Staatsangehörige, die im Kanton wohnhaft sind und Schweizer bzw. Schweizerin werden wollen. Wir beraten Sie und nehmen gerne Ihre Anmeldung für die Einbürgerung entgegen – ohne Voranmeldung – an der Spiegelgasse 12, 3. OG, jeweils am Donnerstag von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Einbürgerungsverfahren

Das schweizerische Einbürgerungsverfahren ist dreistufig und setzt die Einbürgerung in einer der drei Gemeinden (Basel, Riehen oder Bettingen) im Kanton Basel-Stadt sowie durch die eidgenössischen Behörden voraus.

Auf Gemeindeebene sind die Bürgergemeinden Basel, Riehen oder Bettingen zuständig, auf Bundesebene das Staatssekretariat für Migration (SEM) sowie auf kantonaler Ebene das Migrationsamt.

Schweizerinnen und Schweizer, die das Kantonsbürgerrecht von Basel-Stadt und das Gemeindebürgerrecht von Basel, Riehen oder Bettingen erwerben wollen, wenden sich direkt an die entsprechende Bürgergemeinde.

Gesetzliche Voraussetzungen

  • 12 Jahre tatsächlicher Wohnsitz in der Schweiz, wovon 3 in den letzten 5 Jahren vor Einreichung des Gesuchs
  • 2 Jahre Wohnsitz in der jeweiligen Gemeinde innerhalb des Kantons Basel-Stadt (unmittelbar vor der Anmeldung)

Für die Frist von 12 Jahren wird die Zeit, während welcher Unmündige zwischen vollendetem 10. und 20. Lebensjahr in der Schweiz gelebt haben, doppelt gerechnet. Der Wohnsitz muss bis zur definitiven Einbürgerung beibehalten werden.

Ehegatten können sich einzeln oder gemeinsam, wenn beide die Voraussetzungen erfüllen (deutsche Sprache, Leumund, Wohnsitzfristen), einbürgern lassen. Unmündige Kinder werden in der Regel in die Einbürgerung der Eltern einbezogen. Eine selbstständige Einbürgerung ist mit Zustimmung des Inhabers der elterlichen Sorge möglich.

Die Aufnahme in das Bürgerrecht setzt weiter voraus, dass die Bewerberinnen und Bewerber

  • einen guten Leumund besitzen,
  • mit den allgemeinen Lebensgewohnheiten und wichtigen öffentlichen Institutionen in Gemeinde, Kanton und Bund vertraut sind, die schweizerische Demokratie bejahen und die geltende Rechtsordnung respektieren,
  • ihren privaten und öffentlich-rechtlichen (Zahlungs-) Verpflichtungen nachkommen,
  • nachweislich über Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift verfügen, welche die Kommunikation im Alltag und mit öffentlichen Institutionen, respektive Behörden, ermöglichen (Sprachstandanalyse).

Hinweis zur Sprachstandanalyse

Nach Annahme des Gegenvorschlags zur Sprachinitiative vom 27. November 2011, werden deutsche Sprachkenntnisse sowie deren Nachweis als materielle Einbürgerungsvoraussetzung im Kanton Basel-Stadt festgeschrieben. Die Organisation und Durchführung der Sprachstandanalyse obliegt der Bürgergemeinde Basel.

Voraussetzungen

Es sind mindestens die folgenden Kompetenzstufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen zu erfüllen:

  • Im mündlichen Ausdruck die Kompetenzstufe B1
  • Im schriftlichen Ausdruck die Kompetenzstufe A2.1
  • Im Lesen die Kompetenzstufe A2.2

Von der Sprachstandanalyse befreit sind Personen:

  • die zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung unter 16 Jahre alt sind oder eine Bescheinigung (Schulbestätigung) beibringen, welche bestätigt, dass die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller während mindestens dreier Jahre ohne Unterbruch die staatliche oder staatlich bewilligte Volksschule oder einen staatlichen oder staatlich bewilligten Ausbildungsgang der Sekundarstufe II in deutscher Sprache und im deutschsprachigen Raum absolviert hat,
  • ein Telc- oder Goethe-Sprachdiplom beibringen, welches bescheinigt, dass die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller eine Prüfung mindestens auf den vorgenannten Kompetenzstufen erfolgreich bestanden hat.

Personen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen, die sich erheblich und andauernd auf die Lern- und Leistungsfähigkeit auswirken, kann im Einzelfall und auf begründetes Gesuch hin ein Nachteilsausgleich gewährt werden. Die Voraussetzungen werden von der Bürgergemeinde der Stadt Basel geprüft.

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Verfahrensdauer und Ablauf

Das Einbürgerungsverfahren dauert in der Regel ca. 2 Jahre.

Das Migrationsamt, Abteilung Einbürgerungen und Bewilligungen, prüft die Einbürgerungsvoraussetzungen, nimmt die vorgeschriebenen Abklärungen vor, führt Gespräche mit den Bewerberinnen und Bewerbern sowie mit deren im Gesuch eingeschlossenen Familienangehörigen und erstellt schliesslich den Erhebungsbericht mit den entsprechenden Empfehlungen an Gemeinde und Bund. Danach folgt eine Einladung zu einem Gespräch durch die zuständige Bürgergemeinde (Einbürgerungskommission). Nach Vorliegen der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung wird die Einbürgerung durch Beschluss des Regierungsrats des Kantons Basel-Stadt wirksam.

Einbürgerung Anmeldung

Zur Abklärung, ob die Einbürgerungsvoraussetzungen erfüllt sind und welche Dokumente - je nach Zivilstand - einzureichen sind, ist es notwendig, dass der Bewerber/die Bewerberin oder ein Vertreter der Familie sich persönlich beim Migrationsamt, Abteilung Einbürgerungen und Bewilligungen, informieren lässt: Spiegelgasse 12, 4051 Basel, jeweils Donnerstag von 09.00 bis 16.00 Uhr. Bei dieser Gelegenheit werden die notwendigen Anmeldeformulare ausgehändigt.

Folgende Dokumente sind in der Regel einzureichen:

  • Zivilstandsdokumente
  • Wohnsitzbescheinigungen
  • Persönliche schriftliche Erklärung, dass keine Schulden vorhanden sind
  • Steuerausweis
  • Personalienbogen
  • Zustimmungserklärung der Eltern
  • Gesuch um Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung
  • Passkopie (Personalien)

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Gebühren

Die Kosten für die Einbürgerung sind gesetzlich geregelt. Sie setzen sich zusammen aus eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Gebühren.

Die Bundesgebühr beträgt:

  • Fr. 50.– für Jugendliche unter 18 Jahren
  • Fr. 100.– für Personen ab 18 Jahren
  • Fr. 150.– für Familien mit oder ohne Kinder

Die kantonalen Gebühren betragen:

  • Fr. 600.– für Jugendliche bis 25 Jahre
  • Fr. 850.– für Einzelpersonen ab 25 Jahren
  • Fr. 950.– für Ehepaare mit oder ohne Kinder
  • Fr. 300.- von Bewerberinnen und Bewerbern mit Schweizerbürgerrecht (ohne Verzicht auf die bisherigen Kantons- und Gemeindebürgerrechte)
  • Fr. 150.- von Bewerberinnen und Bewerbern mit Schweizerbürgerrecht (mit Verzicht auf die bisherigen Kantons- und Gemeindebürgerrechte)

Die kommunalen Gebühren betragen

in Basel:

  • Fr. 900.– für Jugendliche bis 25 Jahre
  • Fr. 1'300.– für Personen ab 25 Jahren
  • Fr. 350.– für Schweizer Bürger
  • Fr. 50.– für die Entlassung aus dem Gemeindebürgerrecht
  • Fr. 100.– bei gleichzeitigem Gesuch um Entlassung aus dem Schweizer Bürgerrecht

Genaue Auskünfte erhalten Sie von der Bürgergemeinde Basel.

in Riehen:

  • Fr. 1'250.– für Jugendliche bis 25 Jahre
  • Fr. 1'950.– für Personen ab 25 Jahren

Genaue Auskünfte erhalten Sie von der Gemeinde Riehen.

in Bettingen:

  • Fr. 800.– für Jugendliche unter 25 Jahren
  • Fr. 1'250.– für Personen ab 25 Jahren

Genaue Auskünfte erhalten Sie von der Gemeinde Bettingen.

Gebührenbefreiung nach § 17 Abs. 2 des kantonalen Bürgerrechtsgesetzes (BüRG)

In der Schweiz geborene Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Altersjahr sind von den Kantons- und Gemeindegebühren befreit.

Es fallen lediglich die Bundesgebühren an:

  • Fr.   50.- bis Vollendung des 17. Altersjahrs
  • Fr. 100.- bis Vollendung des 19. Altersjahrs

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Erleichterte Einbürgerung

Ausländische Ehepartner von Schweizerinnen und Schweizern mit Wohnsitz in der Schweiz können sich erleichtert einbürgern lassen, wenn der ausländische Ehepartner:

  • insgesamt 5 Jahre in der Schweiz gewohnt hat
  • seit einem Jahr hier wohnt
  • seit 3 Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer/der Schweizerin lebt
  • in die schweizerischen Verhältnisse eingegliedert ist und die schweizerische Rechtsordnung beachtet

Auch ausländische Ehepartner von Schweizerinnen und Schweizern, welche im Ausland leben oder gelebt haben, können ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung stellen, wenn sie:

  • seit 6 Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer/der Schweizerin lebt
  • mit der Schweiz eng verbunden sind

Durch die erleichterte Einbürgerung wird das Kantons- und Gemeindebürgerrecht des schweizerischen Ehepartners erworben.

Zuständig für die erleichterte Einbürgerung ist das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement, Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern-Wabern. Die Kantone werden angehört.

Für die erleichterte Einbürgerung wird von den Bundesbehörden eine Gebühr von Fr. 750.-- erhoben.

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