Informationen zur Einbürgerung

Kundin im persönlichen Gespräch mit einer Fachperson Einbürgerungen

Wo kann ich mich für das Schweizer Bürgerrecht bewerben?

Das Migrationsamt Basel-Stadt ist die erste Anlaufstelle für ausländische Staatsangehörige, die im Kanton wohnhaft sind und Schweizerin bzw. Schweizer werden wollen.

Einbürgerungsverfahren

Das schweizerische Einbürgerungsverfahren ist dreistufig und setzt die Einbürgerung in einer der drei Gemeinden (Basel, Riehen oder Bettingen) im Kanton Basel-Stadt sowie die Bundesbewilligung des Staatssekretariats für Migration (SEM) voraus.

Auf Gemeindeebene sind die Bürgergemeinden Basel, Riehen oder Bettingen, auf Bundesebene das Staatssekretariat für Migration (SEM) sowie auf kantonaler Ebene das Migrationsamt Basel-Stadt zuständig.

Schweizerinnen und Schweizer, die das Kantonsbürgerrecht von Basel-Stadt und das Gemeindebürgerrecht von Basel, Riehen oder Bettingen erwerben wollen, wenden sich direkt an die entsprechende Bürgergemeinde.

Wohnsitzfrist und Aufenthaltsstatus

  • 10 Jahre tatsächlicher Wohnsitz in der Schweiz, wovon 3 in den letzten 5 Jahren vor Einreichung des Gesuchs
  • 2 Jahre Wohnsitz in der jeweiligen Gemeinde innerhalb des Kantons Basel-Stadt (unmittelbar vor der Anmeldung)
  • Niederlassungsbewilligung (Bewilligung C)

Die Aufenthaltszeit in der Schweiz zwischen dem vollendeten 8. und 18. Altersjahr wird doppelt gerechnet.

Antragstellung

Ehegatten können sich einzeln oder gemeinsam einbürgern lassen, wenn beide die Einbürgerungsvoraussetzungen erfüllen. Unmündige Kinder werden in der Regel in die Einbürgerung der Eltern einbezogen.

Kinder und Jugendliche, welche die Einbürgerungsvoraussetzungen erfüllen, können sich ab 12 Jahren und mit Zustimmung der Eltern oder des Inhabers der elterlichen Sorge alleine einbürgern lassen. Eine selbständige Einbürgerung ist mit Zustimmung der Eltern oder bei Inhaberschaft der elterlichen Sorge möglich.

Die Aufnahme in das Bürgerrecht setzt weiter voraus, dass die Bewerberinnen und Bewerber

  • über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen und sich im Alltag verständigen können (siehe Sprachkenntnisse);
  • am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung teilnehmen;
  • die Werte der Bundes- und Kantonsverfassung respektieren;
  • mit den allgemeinen Lebensgewohnheiten und wichtigen öffentlichen Institutionen in Gemeinde, Kanton und Bund vertraut sind;
  • am sozialen und kulturellen Leben teilnehmen;
  • Kontakte zu Schweizerinnen und Schweizern pflegen;
  • keine Einträge im Strafregister oder laufende Verfahren aufweisen;
  • keine unbezahlten Betreibungen oder Verlustscheine haben;
  • in den letzten drei Jahren keine Sozialhilfe bezogen haben.

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Sprachkenntnisse

Für die Einbürgerung sind Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift auf den Kompetenzstufen

  • B1 (mündlich)
  • A2 (schriftlich)

des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) nachzuweisen.

Kein Nachweis ist nötig, wenn die Bewerberinnen und Bewerber

  • die deutsche Sprache als Muttersprache sprechen und schreiben;
  • während mindestens 5 Jahren die obligatorische Schulen in deutscher Sprache und im deutschsprachigen Raum besucht haben;
  • eine Ausbildung auf Sekundarstufe II (gymnasiale Maturitätsschulen oder berufliche Grundbildung) oder Tertiärstufe (Fachhochschule oder Universität) in deutscher Sprache und im deutschsprachigen Raum abgeschlossen haben;
  • über einen anerkannten Sprachnachweis verfügen. Zulässig ist ein Nachweis der kantonalen Sprachstandanalyse (SSA) oder der Anbieter telc, Goetheinstitut, ÖSD oder fide.

Die Organisation und Durchführung der Sprachstandanalyse (SSA) obliegt der Bürgergemeinde der Stadt Basel.

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Verfahrensdauer und Ablauf

Das Einbürgerungsverfahren dauert in der Regel eineinhalb bis zwei Jahre.

Das Migrationsamt Basel-Stadt prüft die Einbürgerungsvoraussetzungen, nimmt die vorgeschriebenen Abklärungen vor, führt Gespräche mit den Bewerberinnen und Bewerbern sowie mit deren im Gesuch eingeschlossenen Familienangehörigen und erstellt den Erhebungsbericht mit den notwendigen Informationen an Gemeinde und Bund. Danach folgt eine Einladung zu einem Gespräch durch die zuständige Bürgergemeinde. Nach Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung wird die Einbürgerung erfolgter Aufnahme in das Bürgerrecht des Kantons Basel-Stadt durch Beschluss des Regierungsrats wirksam.

Anmeldung

Zur Beurteilung der Einbürgerungsvoraussetzungen und der erforderlichen Dokumente, ist es notwendig, dass sich die Bewerberinnen und Bewerber persönlich beim Migrationsamt beraten lassen.

Für die persönliche Beratung steht Ihnen das Migrationsamt jeden Donnerstag von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr zur Verfügung. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig.

So finden Sie uns:

Migrationsamt Basel-Stadt
3. Stock (Kundenzone)
Spiegelgasse 12
4051 Basel

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Beibehaltung der bisherigen Staatsangehörigkeit

Die Schweiz lässt die doppelte Staatsbürgerschaft zu. Die Vertretung Ihres Herkunftslandes erteilt Auskunft, ob bei Erwerb der Schweizer Staatsangehörigkeit Ihre bisherige Staatsbürgerschaft beibehalten werden kann.

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Gebühren

Die Kosten für die Einbürgerung sind rechtlich geregelt. Sie setzen sich zusammen aus eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Gebühren.

Die Bundesgebühr beträgt:

  • Fr. 50.– für Jugendliche unter 18 Jahren
  • Fr. 100.– für Personen ab 18 Jahren
  • Fr. 150.– für Familien mit oder ohne Kinder

Die kantonalen Gebühren betragen:

  • Fr. 600.– für Jugendliche bis 25 Jahre
  • Fr. 850.– für Einzelpersonen ab 25 Jahren
  • Fr. 950.– für Ehepaare mit oder ohne Kinder

Die kommunalen Gebühren betragen

in Basel:

  • Fr. 900.– für Jugendliche bis 25 Jahre
  • Fr. 1'300.– für Personen ab 25 Jahren

Genaue Auskünfte erhalten Sie von der Bürgergemeinde der Stadt Basel.

in Riehen:

  • Fr. 1'250.– für Jugendliche bis 25 Jahre
  • Fr. 1'950.– für Personen ab 25 Jahren

Genaue Auskünfte erhalten Sie von der Gemeinde Riehen.

in Bettingen:

  • Fr. 950.– für Jugendliche unter 25 Jahren
  • Fr. 1'400.– für Personen ab 25 Jahren

Genaue Auskünfte erhalten Sie von der Gemeinde Bettingen.

Gebührenbefreiung nach § 24 Abs. 2 des kantonalen Bürgerrechtsgesetzes (BüRG)

In der Schweiz geborene Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Altersjahr sind von den Kantons- und Gemeindegebühren befreit.

Es fallen lediglich die Bundesgebühren an:

  • Fr.   50.- bis Vollendung des 17. Altersjahrs
  • Fr. 100.- bis Vollendung des 19. Altersjahrs

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Erleichterte Einbürgerung

Ausländische Ehepartnerinnen und Ehepartner von Schweizer Bürgerinnen und Bürgern mit Wohnsitz in der Schweiz können sich erleichtert einbürgern lassen, wenn sie:

  • insgesamt 5 Jahre in der Schweiz gewohnt haben und
  • seit 3 Jahren in ehelicher Gemeinschaft leben.

Die Aufnahme in das Bürgerrecht setzt überdies voraus, dass die Bewerberinnen und Bewerber in der Schweiz erfolgreich integriert sind.

Dies bedeutet, dass sie

  • über ausreichende Kenntnisse (mündlich B1, schriftlich A2) einer Landessprache (Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch) verfügen und sich im Alltag verständigen können;
  • am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung teilnehmen;
  • die Werte der Bundesverfassung respektieren;
  • mit den allgemeinen Lebensgewohnheiten und wichtigen öffentlichen Institutionen in Gemeinde, Kanton und Bund vertraut sind;
  • keine Einträge im Strafregister oder laufende Strafverfahren aufweisen;
  • keine unbezahlten Betreibungen oder Verlustscheine haben.

Auch ausländische Ehepartner von Schweizerinnen und Schweizern, die im Ausland leben oder gelebt haben, können ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung stellen, wenn sie:

  • seit 6 Jahren in ehelicher Gemeinschaft leben und
  • mit der Schweiz eng verbunden sind.

Durch die erleichterte Einbürgerung wird das Kantons- und Gemeindebürgerrecht des schweizerischen Ehepartners erworben.

Zuständig für die erleichterte Einbürgerung ist das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement, Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern-Wabern. Die Kantone werden angehört.

Für die erleichterte Einbürgerung wird von den Bundesbehörden eine Gebühr von Fr. 900.-- erhoben.

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Erleichterte Einbürgerung der dritten Ausländergeneration

Seit dem 15. Februar 2018 können sich junge Ausländerinnen und Ausländer der dritten Generation erleichtert einbürgern lassen.

Zuständig für die erleichterte Einbürgerung ist das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement, Staatssekretariat für Migration (SEM) , Quellenweg 6, 3003 Bern-Wabern.

Das SEM erhebt eine Gebühr von Fr. 500.- für volljährige Personen und Fr. 250.- für minderjährige Personen. Bei einer Ablehnung des Gesuches werden die Gebühren nicht erlassen.

 

 

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