Ehe/Familie

Mitarbeiterin im Zivilstandsamt blättert in einem alten Buch mit handgeschriebenen Zivilstandsdaten

Früher wurden Ehen und Familienbeziehungen in grossen Büchern von Hand eingetragen.

Eheschliessung

Vorbereitung der Eheschliessung und Ziviltrauung

Brautpaare, die sich in der Schweiz trauen lassen wollen, wenden sich persönlich an das Zivilstandsamt am schweizerischen Wohnort der Braut oder des Bräutigams. Dort sind auch frühestens fünf und spätestens zwei Monate vor dem geplanten Heiratstermin die erforderlichen Dokumente vollständig einzureichen.

Schweizerische Verlobte mit Wohnsitz in der Schweiz benötigen für die Vorbereitung der Eheschliessung folgende Dokumente:

Die für ausländische Verlobte erforderlichen Dokumente sind je nach Heimatstaat und Zivilstand verschieden. Eine rechtzeitige Erkundigung beim Zivilstandsamt erspart unliebsame Verzögerungen. Die ausländischen Dokumente dürfen nicht älter als 6 Monate sein. Urkunden, die nicht in Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch abgefasst sind, bedürfen einer beglaubigten Übersetzung in eine schweizerische Amtssprache. In der Regel werden folgende Dokumente im Original benötigt:

  • Geburtsschein;
  • Zivilstands-, Staatsangehörigkeits- und Wohnsitzausweis;
  • verwitwete oder geschiedene Verlobte überdies Todesschein bzw. Scheidungsurteil mit Rechtskraftbescheinigung;
  • ein persönlicher Ausweis (Pass oder je nach Staatsangehörigkeit auch Identitätskarte).

Die Dokumente müssen je nach Herkunftsland von der zuständigen Schweizer Vertretung beglaubigt werden. Die Heirat kann überdies nur erfolgen, wenn der rechtmässige Aufenthalt in der Schweiz nachgewiesen ist.

Wichtige Informationen:

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Anmeldung zur Trauung

Vorbereitung zum Eheschliessungsverfahren

Nach Einreichung des Gesuchs und der Heiratspapiere werden die Brautleute gebeten, mit dem Zivilstandsamt einen Termin zur Unterzeichnung der Erklärung betreffend die Voraussetzungen für die Eheschliessung zu vereinbaren:

  • Telefon +41 61 267 95 90

Die persönliche Anwesenheit beider Brautleute ist gemäss Art. 98 ZGB erforderlich. Sobald das Vorbereitungsverfahren abgeschlossen ist, werden die Brautleute entsprechend informiert. Soll die Trauung ausserhalb des Kantons stattfinden, so wird dem Brautpaar eine Trauungsermächtigung ausgestellt.

Definitive Trauungsanmeldung

Die Anmeldung zur Trauung kann nach Abschluss des Vorbereitungsverfahrens bis spätestens vier Arbeitstage vor dem gewünschten Termin durch einen der Verlobten erfolgen. Die Trauung kann frühestens 10 Tage und spätestens 3 Monate nach der entsprechenden Information der Brautleute durch das Zivilstandsamt stattfinden.

Trauungen finden in Basel jeweils am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 08.15 bis 11.00 Uhr statt. An jedem zweiten, vierten und gegebenenfalls fünften Freitag eines Monats sind auch Trauungen am Nachmittag von 14.15 Uhr bis 16.00 Uhr möglich. Überdies kann auch am ersten Samstag eines Monats ab 10.30 Uhr geheiratet werden.

Ausnahmen im 2017:

  • Die Samstagstrauungen im Juni finden am 10.6.2017 statt (nicht am 3.6.2017).
  • Am ersten Freitag im Juli (07.07.2017) finden auch am Nachmittag Trauungen statt. Dafür finden am zweiten Freitag im Juli (14.07.2017) Trauungen am Morgen statt, jedoch keine Trauungen an diesem Nachmittag.

In Riehen und Bettingen können sich ausschliesslich Bürger und Bürgerinnen und Einwohnerinnen und Einwohner dieser Gemeinden trauen lassen. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, muss eine Bewilligung beim Zivilstandsamt eingeholt werden, welche erteilt wird, wenn eine Beziehung zu einer dieser Gemeinden schriftlich nachgewiesen wird. Trauungen finden in den Landgemeinden am Montag und Freitag zwischen 10.00 Uhr und 11.00 Uhr statt. Jeweils am 1. und 3. Freitag eines Monats werden in Riehen und Bettingen Trauungen, anstatt am Vormittag am Nachmittag, ca. 16.00 Uhr durchgeführt.

Zur Trauung haben die Brautleute zwei mündige Zeuginnen oder Zeugen mitzubringen. Trauungen werden in deutscher, französischer, italienischer oder englischer Sprache durchgeführt. Für Verlobte, welche keine dieser Sprachen verstehen, ist ein Dolmetscher beizuziehen. Das Zivilstandsamt gibt Ihnen Namen von qualifizierten Übersetzern bekannt. Freitags und samstags werden keine fremdsprachigen Trauungen oder Trauungen mit Dolmetschern vorgenommen.

Wir freuen uns auf Sie!

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Namensführung/Güterrecht/Bürgerrecht

Namensführung der Ehegatten

Der Name einer Person mit Wohnsitz in der Schweiz untersteht schweizerischem Recht. Danach behält jeder Ehegatte seinen bisherigen Namen. Die Brautleute können aber erklären, dass sie den Ledignamen der Braut oder des Bräutigams als gemeinsamen Familiennamen tragen wollen. Behalten die Brautleute ihren Namen, so bestimmen sie, welchen ihrer Ledignamen ihre Kinder tragen sollen. Ehegatten steht es frei, im Alltag bzw. in Ausweispapieren (Pass/ID) einen Allianznamen zu verwenden (amtlicher Name und Name verbunden mit einem Bindestrich, den einer der Ehegatten vor der Eheschliessung oder als ledig getragen hat). Dieser Allianzname wird jedoch nicht in die Zivilstandsregister eingetragen.

Über die Möglichkeit einer Unterstellung des Namens einer ausschliesslich ausländischen in der Schweiz wohnhaften Person unter deren Heimatrecht erteilt auf Wunsch das Zivilstandsamt Auskunft. Der Name einer Person mit Wohnsitz im Ausland untersteht dem Recht, auf welches das Kollisionsrecht des Wohnsitzstaates verweist.

Güterrecht der Ehegatten

Brautleuten, die sich vor der Trauung über die Wirkungen der Ehe auf das eingebrachte Gut, auf zu erwartende Erbschaften, auf Einkommen, vorhandene Guthaben oder Schulden sowie über Eheverträge informieren wollen, wird empfohlen, entsprechende Fachliteratur zu konsultieren oder sich bei Sachverständigen zu erkundigen. Zuständig für die Errichtung von Eheverträgen sind im Kanton Basel-Stadt die Notare. Der Abschluss eines Ehevertrags kann auch nach der Eheschliessung erfolgen.

Bürgerrecht

Jeder Ehegatte behält seine aktuellen Bürgerrechte. Die Heirat hat keine Veränderung zur Folge.

Über die Möglichkeit der erleichterten Einbürgerung bei schweizerisch-ausländischen Ehepaaren informiert Sie das Migrationsamt.

Wichtige Informationen:

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Online-Formulare

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Eintragen einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft

Vorverfahren, Zuständigkeiten und Voraussetzungen

Zuständig ist das Zivilstandsamt am Wohnort einer der beiden Partnerinnen oder der beiden Partner. Dort sind auch frühestens drei bis vier Monate vor dem geplanten Eintragungstermin die erforderlichen Dokumente einzureichen. Das Vorverfahren kann erst eingeleitet werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, insbesondere, wenn beide Partner bzw. Partnerinnen das 18. Altersjahr vollendet haben. Es darf keine unaufgelöste Ehe oder eingetragene Partnerschaft und keine unerlaubte Verwandtschaftsbeziehung (direkte Linie, Geschwister) bestehen. Personen, welche keinen Wohnsitz in der Schweiz und keine schweizerische Staatsangehörigkeit haben, können in der Schweiz keine gleichgeschlechtliche Partnerschaft eingehen. Nach Einreichung des Gesuches und der notwendigen Papiere nehmen Sie bitte nochmals mit uns telefonisch Kontakt auf (+41 61 267 95 90 oder +41 61 267 95 91). Wir werden dann das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen. Soll die Eintragung ausserhalb des Kantons stattfinden, so wird dem Paar eine entsprechende Ermächtigung ausgestellt. Umgekehrt kann bei auswärtigem Wohnsitz mit einer solchen Ermächtigung die Zeremonie auch in Basel stattfinden.

Welche Dokumente benötigen schweizerische Paare?

Schweizerische Paare mit Wohnsitz in der Schweiz benötigen für die Vorbereitung der Partnerschaft in der Regel folgende Dokumente:

Welche Dokumente benötigen ausländische Paare?

Die für ausländische Paare erforderlichen Dokumente sind je nach Heimatstaat und Zivilstand verschieden. Eine rechtzeitige Erkundigung beim Zivilstandsamt erspart unliebsame Verzögerungen. Die ausländischen Dokumente dürfen nicht älter als 6 Monate sein. Urkunden, die nicht in Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch abgefasst sind, bedürfen einer beglaubigten Übersetzung in eine schweizerische Amtssprache. In der Regel werden folgende Dokumente im Original benötigt: Geburtsurkunde, Zivilstands-, Staatsangehörigkeits- und Wohnsitzausweis, verwitwete oder geschiedene Paare überdies Todesurkunde bzw. Scheidungsurteil mit Rechtskraftbescheinigung, sowie ein persönlicher Ausweis (Pass oder je nach Staatsangehörigkeit auch Identitätskarte). Die Dokumente müssen je nach Herkunftsland von der zuständigen Schweizer Vertretung beglaubigt werden. Die Eintragung ist nur möglich, wenn der rechtmässige Aufenthalt in der Schweiz nachgewiesen wird.

Namensführung

Partnerinnen und Partner behalten ihren bisherigen Namen. Sie können aber erklären, dass sie den Ledignamen der einen Partnerin oder des einen Partners als gemeinsamen Familiennamen tragen wollen.

Bürgerrecht

Die Partner und Partnerinnen behalten ihre aktuellen Bürgerrechte.

Weitere Informationen:

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Eintragung und Zeremonie einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft

Eintragung der Partnerschaft

Es ist möglich, die Partnerschaft unmittelbar nach Unterzeichnung der notwendigen Dokumente und Abschluss des Vorverfahrens in einem Sitzungszimmer eintragen und beurkunden zu lassen. Im Anschluss an die Eintragung wird als Bestätigung ein Partnerschaftsausweis abgegeben.

Zeremonie

Frühestens vier Tage nach Abschluss des Vorverfahrens kann jedoch auch eine Zeremonie im Trausaal durchgeführt werden. Zeugen werden jedoch auch in diesem Fall keine benötigt. Die Zeremonie dauert zirka 15 Minuten. Sie finden in Basel jeweils am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 08.15 bis 11.00 Uhr statt. An jedem zweiten, vierten und gegebenenfalls fünften Freitag eines Monats sind auch Zeremonien am Nachmittag von 14.15 bis 16.00 Uhr möglich. Auch am ersten Samstag eines Monats, ab 10.30 Uhr, können Partnerschaften mit einer Zeremonie eingetragen werden. Ausnahme: Die Samstagszeremonien im Juni 2017 finden am 10.6.2017 statt (nicht am 3.6.2017).

In Riehen und Bettingen können ausschliesslich Bürger und Bürgerinnen und Einwohnerinnen und Einwohner dieser Gemeinden mit einer Zeremonie ihre Partnerschaft eintragen. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, muss eine Bewilligung beim Zivilstandsamt eingeholt werden, welche erteilt wird, wenn eine enge Beziehung zu einer dieser Gemeinden schriftlich nachgewiesen wird. Zeremonien finden in den Landgemeinden am Montag und Freitag zwischen 10.00 und 11.00 Uhr statt. Jeweils am 1. und 3. Freitag eines Monats wird in Riehen und Bettingen die Zeremonie, anstatt am Vormittag am Nachmittag, in der Regel ca. 16.00 Uhr durchgeführt.

Zeremonien können in deutscher, französischer, italienischer oder englischer Sprache durchgeführt werden. Für Personen, welche keine dieser Sprachen verstehen, ist ein Dolmetscher beizuziehen. Das Zivilstandsamt gibt Ihnen Namen von qualifizierten Übersetzern bekannt. Freitags und samstags werden keine fremdsprachigen Zeremonien oder Eintragungen mit Dolmetschern vorgenommen.

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